Die geschichte von gelato

Die Geschichte des Eises: Von den Ursprüngen bis heute


Der Wunsch nach Erfrischung in den heißen Sommern hat den Menschen bereits seit dem 16. Jahrhundert dazu gebracht, innovative Techniken zur Herstellung von gekühlten Getränken und gefrorenen Süßspeisen zu entwickeln. Die Italiener, Protagonisten dieser Geschichte, entwickelten Rezepte, die mit Eis und Salz gekühlt wurden, und brachten sie an die Höfe Europas. Das echte „mantecato“ Eis entstand jedoch erst, als es möglich wurde, Kälte zu erzeugen und die Flüssigkeit in Bewegung zu rühren, um Luft einzuschließen und so eine weiche und raffinierte Konsistenz zu erreichen.

Im 19. Jahrhundert perfektionierten die ersten Handwerker die Technik: Sie drehten eine Zinnschale in einem Holzkübel, der mit Eis und Salz gefüllt war, und rührten das Eis von Hand. Diese Methode blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts unverändert, als der Einsatz eines Motors die Rotation automatisierte und die manuelle Arbeit um 50 % reduzierte.

Der internationale Aufstieg des italienischen Eises


Zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts brachten italienische Eismacher aus Venetien, der Toskana, Neapel und Sizilien das Eis nach Europa und in die Welt. Sie eroberten Städte wie Wien, Paris, London und sogar New York. In dieser Zeit patentierte Italo Marchioni, ein Italiener in New York, 1903 die Eiswaffel, die das Produkt zugänglicher und praktischer machte.

In den 1920er-Jahren erlebte die Branche eine epochale Transformation: Otello Cattabriga führte 1927 den ersten automatischen Eismaschinen ein, der die manuelle Rührarbeit überflüssig machte. Gleichzeitig setzten die italienischen Eismacher ihre Migration fort und brachten das handwerklich hergestellte Eis nach Deutschland, Österreich, Frankreich, England und darüber hinaus.

Von der Nachkriegszeit bis zur Differenzierung


Nach dem Zweiten Weltkrieg eroberte das italienische Eis endgültig den internationalen Markt dank Spezialitäten wie Amarena-Becher, Spaghetti-Eis und Banana-Split, die in eleganten Gläsern serviert wurden. Doch der Aufstieg der industriellen Eisproduktion in den 1950er-Jahren stellte eine Herausforderung für die handwerklichen Eisdielen dar, von denen viele schließen mussten.

Dieser Wettbewerb veranlasste die handwerklichen Eismacher zu Innovationen: Sie erhöhten die Qualität, Hygiene und Vielfalt der Geschmacksrichtungen, verbesserten ihre Geschäfte und setzten auf Kreativität. Diese Bemühungen ermöglichten es dem handwerklich hergestellten Eis, sich von industriellen Produkten abzuheben und seine Einzigartigkeit bis heute zu bewahren.

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